Leitgedanken

Grundhaltung

Die Asylbegleitgruppe begegnet Asylsuchenden und Geflüchteten mit Nächstenliebe, Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Sie sind uns gleichwertig.

Die meisten Asylsuchenden und Geflüchteten haben ihre Heimat aus Not verlassen und sind darauf angewiesen, von uns aufgenommen zu werden. Die Asylbegleitgruppe nimmt Anteil an ihrem Schicksal und versucht, ihre Situation zu verstehen.

Sie hilft ihnen, sich rasch in unserem Alltag einzuleben und möglichst selbständig ihr Leben zu gestalten. Eine gelungene Integration kommt allen zugut.

Im Bewusstsein, dass Menschen aus anderen Kulturen uns Wertvolles vermitteln können, zeigt die Begleitgruppe ihr Interesse an deren Lebensart.

Wo Missverständnisse und falsche Annahmen zu Konflikten führen, kann sich die ABG als Vermittlerin um gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren bemühen.

Mit dem uns entgegengebrachten Vertrauen und den uns anvertrauten Informationen gehen wir sorgsam und zum Wohl der Begleiteten um.

Zielgruppe, Ziel

Die Asylbegleitgruppe begleitet Asylsuchende und Geflüchtete, die eine Begleitung wünschen.

Sie fördert die gegenseitige Integration von Asylsuchenden, Geflüchteten und Asylbietenden.

Sie fördert das gegenseitige Verstehen und Akzeptieren der Andersartigkeit und unterstützt die beidseitigen Bemühungen, sich ernst genommen, beachtet und als gleichwertig behandelt zu fühlen.

Sie setzt sich vermittelnd ein, wenn Konflikte zu eskalieren drohen und fördert durch Öffentlichkeitsarbeit gemeinsame positive Vorstellungen voneinander.

Die Begleitgruppe ist sich der begrenzten Einsatz-Möglichkeiten bewusst und reflektiert diese von Zeit zu Zeit.

Form

Die Asylbegleitgruppe besteht aus freiwilligen aktiven Mitgliedern und aus SympathisantInnen, die auf Anfrage zu bestimmten Anlässen oder im Hintergrund mitwirken. Geführt wird die Gruppe durch eine oder zwei LeiterInnen. Regelmässig werden Austausch-Sitzungen einberufen, deren Inhalt durch ein Protokoll führendes Mitglied festgehalten und unter Wahrung des Persönlichkeitsschutzes allen aktiven Mitgliedern zugänglich gemacht wird. Es geht in den Sitzungen um den Erfahrungsaustausch und um das Planen, Fällen von Entscheidungen und den Einsatz von materiellen Mitteln in Bezug auf unsere Unterstützungsarbeit.

Die Koordinationsgruppe ist eine spezielle Untergruppe und wird im Notfall aktiviert. Sie besteht aus je einem/einer VertreterIn der offiziellen Asylbetreuungs-Institution (zur Zeit Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen DAF Luzern), der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde, der politischen Gemeinde (SozialvorsteherIn) und der Asylbegleitgruppe.

Die Arbeit der ABG wird selbständig wahrgenommen und verantwortet, also ohne Auftrag durch irgendeine Behörde oder Institution und unabhängig von Parteipolitik und Konfession. Wo immer nötig oder sinnvoll, arbeitet sie mit den involvierten Behörden und Institutionen zusammen.

Sinn und Gewinn

  • Unterstützung bei der Integration der Asylsuchenden und Flüchtlingen in der Gemeinde
  • vielfältige und wertvolle Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen
  • vorbeugende Wirkung gegenüber (fremden-)feindlichem Verhalten und die Möglichkeit, Missverständnisse und Konflikte rechtzeitig zu klären (beidseitig!)
  • allgemein klärende Informationen (Sensibilisierung) gegenüber den EinwohnerInnen der Gemeinde
  • schnelle Reaktion bei Schwierigkeiten und Konflikten via Koordinationsgruppe
  • ABG als erste Ansprechstelle für Behörden und Institutionen
  • gegenseitiges Solidaritätsgefühl und gegenseitige Unterstützung, die handlungsfähig macht gegenüber Unrecht und menschenverachtendem Benehmen.