Organisation der ABG
1 Mitglieder
Die Asylbegleitgruppe besteht aus freiwillig engagierten, unentgeltlich arbeitenden Mitgliedern sowie aus Sympathisantinnen und Sympathisanten, die bei Bedarf bei einzelnen Anlässen oder im Hintergrund mitwirken.
Die Gruppe wird durch ein Leitungsteam aus dem Kreis der Mitglieder geführt. Die Leitung ist zugleich Ansprech- und Repräsentationsstelle der ABG.
Die Arbeit der Asylbegleitgruppe erfolgt eigenverantwortlich und ohne Auftrag durch eine Behörde oder Institution.
2 Aufgaben und Aktivitäten
Die Hauptaufgaben ergeben sich aus den Leitgedanken: Begleitung von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung, Förderung der gegenseitigen Integration, Vermittlung bei Konflikten sowie Öffentlichkeitsarbeit zur Unterstützung eines friedlichen Zusammenlebens.
Daraus entstehen konkrete Aktivitäten, zum Beispiel:
- Vermittlung zwischen begleiteten Personen, Schule, Vorschule und Gemeindebehörden
- Begleitung zu Arzt-, Zahnarzt- und Behördenterminen (z. B. Amt für Migration, DAF)
- Unterstützung beim Verstehen und Übersetzen von Briefen und amtlichen Dokumenten
- Hilfe bei administrativen und rechtlichen Fragen im Alltag
- Organisation oder Unterstützung von integrativen Anlässen (z. B. Begegnungsfeste, Markt- oder Chilbiaktivitäten)
Die Asylbegleitgruppe ist kein Verein im rechtlichen Sinn, arbeitet jedoch organisatorisch ähnlich mit regelmässigen Austauschsitzungen, Protokollen und einer Kasse.
Daraus ergeben sich weitere Aufgaben, die innerhalb der Gruppe verteilt werden.
Die Kapazität der Unterstützung richtet sich nach der Anzahl aktiver Mitglieder, den betreuten Personen in der Gemeinde sowie den anstehenden Aufgaben.
Die ABG verfügt über eine öffentlich zugängliche Website und informiert die Öffentlichkeit regelmässig über ihre Arbeit. Interessierte können sich jederzeit für eine Mitarbeit melden.
3 Zusammenarbeit
Die Mitglieder treffen sich regelmässig zum Erfahrungsaustausch und zur Koordination der Begleitung einzelner Personen und Familien. Im Zentrum steht die gegenseitige Unterstützung bei der Begleitarbeit. Bei Bedarf werden externe Fachpersonen eingeladen, um aktuelle Themen zu vertiefen und Fragen aus der Praxis zu klären. Die eigene Arbeit wird regelmässig reflektiert, um Erfahrungen auszuwerten und das Handeln weiterzuentwickeln.
Da diese Tätigkeit auch emotional anspruchsvoll sein kann, ist der gemeinsame Austausch wichtig und entlastend. Zudem werden aktuelle Entwicklungen aus Sozialpolitik, Gemeinde und Migrationswesen aufgenommen, diskutiert und in die Arbeit integriert.
4 Vernetzung
Die ABG steht in regelmässigem Austausch mit relevanten Institutionen und Fachstellen, oft auch über deren Vertretungen in der Gruppe selbst.
Dazu gehören insbesondere Kontakte zur Fachstelle für Migrations- und Integrationsfragen FABIA Luzern, zur Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF Luzern), zu Caritas Luzern sowie zu lokalen Vereinen und Organisationen in Meggen und Adligenswil.